Hier wird die Tätigkeit des Küfers beleuchtet

Was war der Küfer

 

Der Küfer (lat. Cuparius; cupa - Holzfass) ist ein Handwerker, der Fässer, Bottiche, Kübel und andere Gefäße, meist aus Holz, herstellt. Ein Küfer, in seiner Küfer-Kluft mit blau-weiß gestreiftem Arbeitshemd, hatte ein hohes Ansehen, war es doch dank ihm möglich, Getränke zu konservieren und zu lagern. Neben "Küfer" werden häufig auch die Begriffe Böttcher oder Binder verwendet (in Österreich auch Fassbinder genannt).

Was wurde mit seinen Erzeugnissen gemacht?

 

In den, von Küfer hergestellten, Holzgefäßen wurden oft Wein, Bier, Schnapps, Salz (Fass) oder Käse, Sahne, Gurken (Bottiche und Kübel) gelagert. Für die Herstellung von Flüssigkeitsbehältern musste der Küfer das Holz mit diversen Geräten und Werkzeugen, die in anderen Berufen nicht üblich sind, verarbeiten. Einige Spezialgeräte sind: Rundhobel, Fügbloch oder Fügbaum, Gargamelkamm, Hammer und Setzhammer; aber auch Maschinen und Apparate sind heute für den Küfer unentbehrlich. Um ein Fass herzustellen, verwendeten man unterschiedliches Holz (Robinie, Maulbeere, Eiche), aber am meisten werden Eichenfässer geschätzt. Zum Beispiel, der Cognac oder sein "Verwandter" der Brandy müssen in Eichenfässern ältern für mindestens drei Monate. Nach der chemischen Reaktionen zwischen den Fass (Holz) und den Brandy, Cognac bekommen sie eine schöne, goldgelbe Farbe.

Was war das am meißt verbreiteste Holzgefäß?

 

Das verbreiteste Holzgefäss ist die Tonne oder Fass. Das Fass hat einen kreislichen Boden und Bogenförmige Seiten, die ihm ein gebauchte Form geben. Die Seiten müssen gut angepasst werden damit sie einen Hohlkörper ergeben und keine Flüssigkeit, aus dem Fass, austropft. Für die Herstellung solcher Hohlkörper benötigt der Küfer ein Kontrollgerät, damit die aneinandergefügten Holzteile aud die gewünschte Passform bearbeitet und kontroliert werden können. Dieses Hilfsgerät wir Modell genannt. Wenn alles angepasst ist werden Metallringe, Reifen genant, von oben um die Seiten gelegt. Dieser Prozess ist da damit die das Fass nicht auseinander fallt und denn nennt man dan Bereifung. Mit dem Gießen von Flüssigkeit in das Fass quellen die Holzseiten auf und die Ringe zeiehen sie zusammen, so das es zu einer Abdichtung zwischen den Seiten kommt. Das Fass darf nicht austroknen sonst fällt es auseinander, d.h. mit dem austrocknen der Seiten wird die Spanung zwischen ihnen schwäher. Fässer haben ein Loch, durch das man Flüssigkeit ins Fass giesst, und anschließend schliesst man das Loch mit einem Stopfen. Um die Flüssigkeit aus dem Fass zu entladen wird der Stopfen ausgeschlagen und stattdessen wird ein Hahn angebracht. Vor jedem Einsatz werden die Fässer gewaschen und mit Sumpor gegen Schimmel behandelt. Die Kapazität von Fässern reicht von einigen Litern bis zu mehreren zehntausend Liter. Weinfässer, werden im Keller gelagert, weil dort eine konstante Temperatur herscht.

Wie Wichtig war der Beruf des Küfers für die Gesellschaft?

 

Küfer waren unverzichtbar bei Besatzungen auf Segelschiffen. Mit den Fässern die die Küfer gebaut haben, wurde nicht nur Trinkwasser auf die Schiffe mitgenommen, sondern auch Wein und Rum; auserdem wurden sie verwendet, um eingefangene Fische, die eingegesaltzt wurden, zu lagern. Küfer waren auch unerlässlich in großen Weingütern und Brauereien, wo sie sie Fässer mit Durchmessern von ein paar Meter herstellten. Mit dem Aufkommen von Kunststoff-Fässer ist der Beruf immer seltener anzutreffen, aber ein guter Wein und andere alkoholische Getränke werden weiterhin ausschließlich in Holzfässern reifen.

Ein kurzer Film über die Arbeit des Küfers